Radiologische Gemeinschaftspraxis am Stiftsplatz Dr. A. Leppert, Dr. E. Rygula, Dr. N. Bazak, Chr. Jung

Sonographie/Ultraschall

Bei der Sonographie (Ultraschall) handelt es sich um ein Verfahren, mit dessen Hilfe eine „scheibchenweise“ Abbildung des menschlichen Körpers in Echtzeit ohne die Anwendung von Röntgenstrahlen möglich ist.

Mamma-Sonographie (Fibroadenom)Das Verfahren wurde bereits in der Mitte des 20. Jahrhunderts in der Schifffahrt als sog. Echolot eingesetzt. Erst 1968 wurde das Verfahren auch zur Untersuchung am Menschen nutzbar. Seither hat sich die Sonographie durch kontinuierliche technische Verbesserungen zu einer weit eingesetzten Methode entwickelt.

Sonographie der LeberIm so genannten Schallkopf werden mit Hilfe eine Piezokristalls Schallwellen erzeugt, die in der Regel eine Frequenz zwischen 3,5 und 10 MHz besitzen. Sie liegen also außerhalb des hörbaren Bereichs. Die Schallwellen werden an den Grenzflächen der verschiedenen Körpergewebe reflektiert und kehren zum Teil zum Schallkopf zurück. Anhand der Stärke und Verzögerung des Echos werden dann von einem Computer die Ultraschallbilder erzeugt. Von der Frequenz des verwendeten Schallkopfes hängt sowohl die Eindringtiefe (je kleiner die Frequenz desto größer die Eindringtiefe, d.h. der sichtbare Bereich) als auch die Detailerkennbarkeit ab (je kleiner die Frequenz desto geringer die Auflösung). Durch Nutzung des so genannten Doppler-Effekts ist neben der reinen Darstellung von Organen auch die Messung des Blutflusses möglich, was insbesondere bei der Untersuchung des Herzens und der Blutgefäße von Bedeutung ist.

Sonographie der SchilddrüseDie Sonographie eignet sich zur Darstellung fast sämtlicher Körperregionen. Wenig geeignet ist sie jedoch im Bereich der Knochen-, Schädel- und Lungendiagnostik. Aufgrund ihrer Eignung für fast alle Körperregionen, der einfachen Durchführbarkeit und der fehlenden Strahlenbelastung hat sich die Sonographie zu einer weit verbreiteten, jedoch stark von der Erfahrung des Anwenders abhängigen Basisuntersuchung entwickelt.

Wesentliche Nachteile der Methode sind zum einen die eingeschränkte Eindringtiefe, zum anderen die Schallreflektion durch Luft, die dazu führt, dass gelegentlich Anteile des Bauchraumes durch Darmgas abgeschirmt und nicht beurteilbar sind. Außerdem bleibt die Dokumentation eines Befundes bzw. der ganzen Untersuchung ein Problem, da die Befundung erheblich von den bewegten Bilder profitiert, die Aufnahmen aber in der Regel nur als Einzelabbildungen gespeichert werden.

Zusammenfassend bietet der Ultraschall die Möglichkeit, auf einfache Weise einen Überblick über die körperliche Situation zu liefern, ohne hierfür Röntgenstrahlen anwenden zu müssen. Da die Beurteilbarkeit von verschiedensten Faktoren beeinträchtigt werden kann und zudem sich die Dokumentation oftmals schwierig gestaltet sind häufig zusätzliche Untersuchungen notwendig.